Am Mittwoch hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zum Thema „Fracking“ verabschiedet. Der Entwurf verbietet Fracking zur Ausbeutung unkonventioneller Erdgaslagerstätten für die nächsten Jahre, erlaubt aber Probebohrungen. Bei dem Auffinden von Erdgas dürfe ein Kommission ab 2019 auch das kommerzielle Fracking für Unternehmen zulassen. Die GRÜNE JUGEND Ostbayern geht dieser Entwurf nicht weit genug und fordert ein generelles Fracking-Verbot, auch für Probebohrungen.

Beim unkonventionellen Fracking wird Erdgas in Gesteinssedimenten abgebaut, indem ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst wird, um die Gesteinsschichten aufzubrechen. Genau hier sieht die GRÜNE JUGEND Ostbayern eine große Gefahr. Marvin Roß, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Ostbayern, mahnt: „Fracking torpediert die gesamte Energiewende und ist grundsätzlich gefährlich. Welche graviereden Auswirkungen das Frackingverfahren für Grundwasser und Umwelt mit sich zieht wird in den USA deutlich!“ Dort seien zunehmend verseuchtes Trinkwasser und Erkrankungen unmittelbarer Anwohner von Fracking-Gebieten zu verzeichnen.

Auch für die Oberpfalz sieht Astrid Bösl, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Ostbayern, eine reelle Gefahr darin, dass Fracking erlaubt wird: „Bereits jetzt finden Erkundungsbohrunngen im Weidener Becken statt. Nach 2019 könnte auch hier Fracking zu kommerziellen Zwecken ermöglicht werden. Wir lehnen jegliche Vorhaben in diese Richtung angesichts der Risiken entschieden ab!“, so Bösl. Zudem liege die Zukunft der Energieversorgung nicht in fossilen, sondern in nachwachsenden Energieträgern. Die GRÜNE JUGEND Ostbayern fordere deshalb „ein komplettes Verbot von Fracking in Deutschland.“